Was ist ein Penetrationstest? Definition und Grundprinzip
Kurzgefasst
Die wichtigsten Arten von Penetrationstests
Black-Box-Test
White-Box-Test
Grey-Box-Test
| Testtyp | Simuliert |
|---|---|
| Black-Box | Externer Angreifer ohne Vorwissen |
| White-Box | Interner Angreifer mit vollem Zugriff |
| Grey-Box | Angreifer mit eingeschränktem Zugang (realistischster Fall) |
Was wird bei einem Pentest getestet?
Netzwerk-Penetrationstest
Web Application Penetrationstest
Social Engineering Pentest
WLAN- und Infrastruktur-Pentest
Wie läuft ein Penetrationstest ab?
- Aufklärung & Informationssammlung: Der Pentester sammelt öffentlich verfügbare Informationen über das Ziel, Domainnamen, IP-Ranges, Mitarbeiterprofile und E-Mail-Formate.
- Schwachstellenanalyse: Automatisierte und manuelle Werkzeuge scannen das Ziel auf bekannte Sicherheitslücken, veraltete Software, Fehlkonfigurationen und offene Ports.
- Exploitation: Identifizierte Schwachstellen werden kontrolliert ausgenutzt und dokumentiert.
- Post-Exploitation: Der reale Schadensumfang wird durch mögliche weitere Schritte wie Lateral Movement, Privilege Escalation und Datenzugriff bewertet.
- Dokumentation & Bericht: Der Abschlussbericht enthält eine Zusammenfassung für die Geschäftsführung sowie technische Details und konkrete Handlungsempfehlungen.
Wichtig
Wann braucht ein Unternehmen einen Penetrationstest?
- Nach größeren System- oder Infrastrukturveränderungen
- Vor dem Launch einer neuen Webanwendung oder eines Kundenportals
- Nach einem Sicherheitsvorfall
- Im Rahmen von Compliance-Anforderungen wie NIS-2, ISO 27001, DSGVO oder BSI-Grundschutz
- Als regelmäßige Maßnahme, mindestens einmal jährlich empfohlen
- Wenn das letzte Sicherheitsaudit länger als zwölf Monate zurückliegt
NIS-2 & Penetrationstests
Penetrationstest vs. Vulnerability Scan: Was ist der Unterschied?
| Vulnerability Scan | Penetrationstest |
|---|---|
| Automatisiert | Manuell + automatisiert |
| Findet bekannte Schwachstellen | Prüft, ob Schwachstellen wirklich ausnutzbar sind |
| Schnell & kostengünstig | Zeitintensiver, tiefergehend |
| Kein Beweis der Ausnutzbarkeit | Liefert den Beweis durch echte Exploitation |
| Gut als laufendes Monitoring | Notwendig für tiefe Sicherheitsanalyse |
Penetrationstest von CompiPower: Reale Angriffe, echter Schutz
Unsere Pentest-Leistungen im Überblick
- Black-, White- und Grey-Box-Penetrationstests für Netzwerke und Infrastruktur
- Web Application Pentests für Portale, Shops und APIs
- Social Engineering Tests und Phishing-Simulationen
- WLAN- und physische Sicherheitsprüfungen
- DSGVO- und NIS-2-konforme Dokumentation und Abschlussberichte
- Konkrete Handlungsempfehlungen statt theoretischer Risikolisten
Ein Pentest ist kein Misstrauensvotum, er ist Verantwortung
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Ein Penetrationstest, kurz Pentest, ist ein autorisierter und kontrollierter Angriff auf IT-Systeme, Netzwerke oder Anwendungen. Sicherheitsexperten versuchen dabei mit denselben Methoden wie echte Hacker in Systeme einzudringen, um Sicherheitslücken zu finden, bevor Angreifer sie ausnutzen. Das Ergebnis ist ein detaillierter Bericht mit konkreten Handlungsempfehlungen.
Es gibt keinen Unterschied. Beide Begriffe bezeichnen dasselbe Verfahren. „Pentest“ ist die gängige Abkürzung für „Penetrationstest“ oder „Penetration Test“. Auch „Pen-Test“ wird synonym verwendet. Im deutschsprachigen Raum ist „Penetrationstest“ der formellere Begriff, während „Pentest“ im Alltag und unter Fachleuten häufiger verwendet wird.
Die Dauer hängt stark vom Umfang des Tests ab. Ein einfacher Web-Application-Pentest für eine einzelne Anwendung kann innerhalb von zwei bis drei Tagen abgeschlossen sein. Ein vollständiger Infrastruktur-Pentest für ein mittelständisches Unternehmen dauert typischerweise fünf bis zehn Tage. Hinzu kommt die Zeit für die Erstellung des Abschlussberichts. Ein seriöser Anbieter definiert Umfang und Zeitrahmen vorab eindeutig.
Die Kosten eines Penetrationstests hängen von Umfang, Komplexität und Dauer ab. Einfache Web-Application-Tests starten ab einigen hundert Euro. Umfangreiche Infrastruktur-Pentests für mittelständische Unternehmen können mehrere tausend Euro kosten. Entscheidend ist, dass die Kosten eines Pentests in der Regel nur einen Bruchteil des möglichen Schadens eines erfolgreichen Cyberangriffs ausmachen.
Ja, sofern der Penetrationstest ausdrücklich autorisiert wurde. Vor Beginn müssen die Beauftragung, der Zeitrahmen und der genaue Scope schriftlich festgelegt werden. Der Scope bestimmt, welche Systeme, Anwendungen und IP-Adressen getestet werden dürfen. Ohne eine entsprechende Genehmigung wäre ein solcher Zugriff illegal.


